top of page

2. Allgemeine Zahngesundheit

Gesunde Zähne bilden die Grundlage für funktionelles Kauen, klares Sprechen und ein strahlendes Lächeln. Erkrankungen wie Karies, Parodontitis oder Zahnfleischentzündungen betreffen nicht nur die Zähne selbst, sondern können sich auch auf den gesamten Körper auswirken. Oft wird die Bedeutung regelmäßiger Vorsorge und gründlicher Mundhygiene im Alltag unterschätzt – dabei sind sie entscheidend, um Probleme frühzeitig zu erkennen und deren Fortschreiten zu verhindern.

 

Eine bewusste Ernährung, weniger Zucker und säurehaltige Lebensmittel sowie gezielte professionelle Unterstützung durch die Zahnärztinnen und Zahnärzte der KüstenZahnärzte Scharbeutz tragen entscheidend zu langfristiger Zahngesundheit bei.

2.1 Karies: Ursachen, Behandlung & Vorbeugung

Karies entsteht, wenn Bakterien im Zahnbelag Zucker aus der Nahrung in Säuren umwandeln, die den Zahnschmelz angreifen. Besonders häufig betroffen sind schwer zugängliche Zahnflächen wie die Kauflächen der Backenzähne oder die Zahnzwischenräume. Bleibt diese Säureeinwirkung über längere Zeit bestehen, kommt es zunächst zu kleinen Defekten, die im Verlauf zu größeren Kavitäten und Entzündungen führen können. Neben den bakteriellen Faktoren spielen die Speichelzusammensetzung und die Ernährung eine zentrale Rolle. Ein zuckerreicher und stark säurehaltiger Speiseplan begünstigt die Demineralisation des Zahnschmelzes und erhöht das Kariesrisiko deutlich.

 

Therapieoptionen:

    •    Remineralisierende Maßnahmen und Fluoridierung bei frühen Läsionen

    •    Komposit-, Keramik- oder Amalgamfüllungen bei mittelgradiger Karies

    •    Teilkronen, Kronen oder Wurzelbehandlungen bei fortgeschrittenem Zahnverlust

    •    Regelmäßige Kontrolle zur Früherkennung neuer Läsionen

 

Vorbeugende Maßnahmen, wie professionelle Zahnreinigungen mindestens einmal jährlich, konsequente häusliche Mundpflege mit Bürste, Zahnseide oder Interdentalbürsten, sowie die Anwendung von Fluoridpräparaten, sind entscheidend, um die Zähne langfristig zu schützen. Auch Fissurenversiegelungen bei Kindern und Jugendlichen tragen dazu bei, tiefe Kauflächen effektiv zu schützen.

 

2.2 Parodontitis: Symptome, Risiken & Therapie

Parodontitis ist eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates, die unbehandelt zur Lockerung und letztlich zum Verlust von Zähnen führen kann. Die Entzündung wird durch bakterielle Biofilme am Zahnfleischrand ausgelöst, die zu einem Abbau von Zahnfleisch und Kieferknochen führen. Risikofaktoren sind Rauchen, Diabetes, genetische Prädisposition und mangelnde Mundhygiene. Anfangs bemerken viele Patienten nur leichte Rötungen oder gelegentliches Zahnfleischbluten, im Verlauf kommt es jedoch zu Zahnlockerungen, Zahnfleischrückgang und Mundgeruch.

 

Therapieoptionen:

    •    Gründliche mechanische Reinigung von Zahnfleisch und Wurzeloberflächen

    •    Skalierung und Wurzelglättung, um bakterielle Beläge zu entfernen

    •    Chirurgische Eingriffe bei fortgeschrittener Erkrankung

    •    Gezielte Instruktionen zur häuslichen Mundhygiene

    •    Bei Bedarf unterstützende Antibiotikatherapie

 

Die frühzeitige Erkennung ist entscheidend, um den Krankheitsverlauf zu stoppen und die Zähne langfristig zu erhalten. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen in der Zahnarztpraxis ermöglichen eine frühzeitige Intervention und die Anpassung individueller Präventionsmaßnahmen.

 

2.3 Zahnfleischentzündungen (Gingivitis)

Gingivitis ist die Vorstufe einer Parodontitis und entsteht durch bakterielle Ablagerungen am Zahnfleischrand. Typische Symptome sind Rötung, Schwellung und Blutung beim Zähneputzen. Im Gegensatz zur Parodontitis ist das Knochengewebe noch nicht betroffen, daher ist die Erkrankung reversibel, wenn frühzeitig eingegriffen wird. Eine konsequente Behandlung kann die Entzündung vollständig zurückbilden und das Fortschreiten zu einer Parodontitis verhindern.

 

Therapieoptionen:

    •    Professionelle Zahnreinigung zur Entfernung von Plaque und Zahnstein

    •    Gezielte Instruktionen für die häusliche Mundhygiene

    •    Einsatz antiseptischer Mundspüllösungen bei Bedarf

    •    Regelmäßige Kontrolltermine zur Überwachung der Entzündung

 

Frühzeitige Maßnahmen helfen, die Mundgesundheit zu stabilisieren und verhindern, dass sich Gingivitis zu einer chronischen Parodontitis entwickelt.

 

2.4 Empfindliche Zähne in der Schwangerschaft

Empfindliche Zähne treten auf, wenn Zahnschmelz oder Zahnfleisch zurückgeht und das darunterliegende Dentin freiliegt. Betroffene reagieren besonders stark auf Kälte, Wärme, Süßes oder Druck. Ursachen können Säureeinwirkungen aus der Ernährung, mechanische Überlastung beim Zähneputzen oder entzündliche Prozesse wie Parodontitis sein. Die Beschwerden beeinträchtigen Alltag und Lebensqualität und erfordern gezielte Maßnahmen, um die Zahnempfindlichkeit zu reduzieren und weitere Schäden zu vermeiden.

 

Therapieoptionen:

    •    Verwendung desensibilisierender Zahnpasten

    •    Fluoridierung zur Remineralisierung von Dentin und Schmelz

    •    Minimalinvasive Füllungen bei freiliegenden Zahnhälsen

    •    Anpassung der Putztechnik und Ernährungsberatung zur Reduktion von Säureeinwirkungen

 

Mit der richtigen Therapie lassen sich Empfindlichkeiten deutlich reduzieren, sodass die Patienten wieder unbeschwert essen und trinken können.

 

2.5 Mundtrockenheit & Mundgeruch

Mundtrockenheit und Mundgeruch beeinträchtigen nicht nur das Wohlbefinden, sondern haben auch direkte Auswirkungen auf die Zahngesundheit. Speichel erfüllt zahlreiche Funktionen: Er schützt die Zähne durch Remineralisierung, wirkt antibakteriell und neutralisiert Säuren. Ein trockener Mund begünstigt daher Karies, Parodontitis und Pilzinfektionen. Häufige Ursachen sind Medikamente, systemische Erkrankungen, Dehydration oder altersbedingte Veränderungen.

 

Therapieoptionen:

    •    Regelmäßiges Trinken und zuckerfreie Kaugummis zur Stimulation der Speichelproduktion

    •    Gründliche Mundhygiene und ggf. antiseptische Mundspüllösungen

    •    Speichelersatzmittel bei anhaltender Xerostomie

    •    Frühzeitige Abklärung und Behandlung zugrunde liegender Ursachen

 

Durch gezielte Maßnahmen und zahnärztliche Kontrolle lassen sich die Symptome deutlich lindern und die Mundgesundheit langfristig stabilisieren.

 

Kontakt​​

Addresse

Am Bürgerhaus 1

23683 Scharbeutz

​Kontakt

Telefonnummer: 04503-742 45

E-Mail: praxis@za-scharbeutz.de

Sprechzeiten

Mo. - Do.: 8:00 - 13:00 Uhr | 14:00 - 18:00 Uhr

Fr.: 8:00 - 16:00 Uhr

bottom of page